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Fakultät für Informatik

 

Bedarfsbeschreibung



Ausgangslage und Bedarfsbeschreibung für die Maschinenbauindustrie

Bei einem Angebot in der Förderanlagenbranche erhalten die Kunden neben einer Projektskizze auch eine Auflistung der verwendeten Teile, der Preise etc. In der Praxis des Verkaufs von Förderanlagen werden mit dem Angebot an die Kunden auch die Grundbestandteile der Instandhaltungsanweisungen übergeben. Zum einen verlangen das die Kunden zur exakten Einschätzung des Folgeaufwandes, und zum anderen kann sich eine Firma hiermit bei der Verteilung der Wartungsaufträge ins Gespräch bringen. Bereits in der Angebotsphase werden Informationen über spezifische Kundenbedürfnisse und -wünsche gesammelt und in einer ersten Version der technischen Dokumentation gebündelt. Diese gilt es in der Folge zu systematisieren und mit den vorhandenen oder noch entstehenden CAD-Zeichnungen zu kombinieren. Die bei der Konstruktion entstehenden Informationen, CAD-Datensätze, Maßzeichnungen etc. können für die technische Dokumentation direkt genutzt werden. Danach werden Textbausteine, die oft ebenfalls bereits vorhanden sind, jeweils neu zusammengestellt.

Die technische Dokumentation sollte zeitgleich mit dem Produkt entstehen. Hinzukommt die Forderung, eventuell vorhandene Richtlinen der Auftraggeber (z. B. VEAG-Richtlinien für Kraftwerksanlagen) in die Enddokumentation für eine fertiggestellte Maschinenanlage miteinzubeziehen. Wenn die Informationen der Projektierungsphase parallel zur Produktion der Maschinenanlage in die Erstellung der technischen Dokumentation eingehen, können ihre Kosten gesenkt werden und die benötigte technische Dokumentation kann bereits frühzeitig vorliegen. Die Hauptdokumentation sollte ca. acht Wochen nach der Abnahme der Anlage fertig sein. In der Regel muß sie aber noch weitere zwei Monate davor vorliegen, damit die Einweisung des Bedienungspersonals, der Montagegruppe, etc. beginnen kann. In der Probephase (Gewährleistungsphase) der gelieferten Anlage wird sie von Technikern des Herstellers und der Betreiberfirma gemeinsam betreut. Je schneller diese Phase vorüber ist (erst danach erteilt der Kunde die Freigabe), desto mehr Geld spart der Hersteller ein und er kann die Mechaniker an anderer Stelle einsetzen. Für die rechtliche Absicherung in Garantiefällen ist eine ausführliche technische Dokumentation seitens der Herstellerfirma notwendig. Auf der anderen Seite ist aber eine gute, d.h. einfache und klar strukturierte technische Dokumentation permanente Werbung für den Hersteller. Durch die Vermerke, wann, wie und womit gewartet werden muß (incl. Schmierstoffe, Bestellnummern, Anforderungen an die Ersatzteile, etc.) wird eine Kundenbindung erreicht und weit höhere Gewinne als in dem bloßen Verkauf von Maschinenanlagen erzielt.

Die Kunden, Servicefirmen und Hersteller haben Archivierungsprobleme. Hierbei geht es nicht nur um das Platzproblem, sondern insbesondere um das Suchen und Verändern der Informationen. Alle Unterlagen, die Projektzustände und die sich im Betrieb der Anlage ergebenden Veränderungen der Anlage müssen dokumentiert werden. Die Herstellerfirma ist für die Kunden der Ansprechpartner bei diesen Problemen. Da Wirtschaftszweige mit Kleinstauflagen ihrer Produkte hier oft selber Probleme haben, wünschen sie sich ein Werkzeug, das eine einfachere Erstellung und umkompliziertere Veränderung der technischen Dokumentation ermöglicht. Es sollte alle Unterlagen vom Beginn des Projektes, die Projektzustände und die Veränderungen durch Reparaturen oder Um- und Anbauten an der Anlage vermerken. Eine Möglichkeit zur Aktualisierung der kundeneigenen Dokumentation ist eine weitere Forderung der Maschinenbau-Branche. Als Wünsche wurden von den Förderanlagenherstellern genannt:

- Technische Dokumentation auf CD-Rom-Basis in 3-5 Jahren

- Vielsprachigkeit: Mindestanforderung: Französisch, Englisch und Deutsch

- Erleichterung in der Erstellung technischer Dokumentationen, d.h. unter Verwendung
von Textbausteinen und abstrahierbare CAD-Zeichnungen eine Hilfe zur freien
Kombination von Text und Grafik


Probleme bei der Erstellung technischer Dokumentationen

Im Prinzip sollen alle Informationen an die Kunden herausgegeben werden, aber so wenig wie möglich „anwendbares Wissen", um Informationen an die wirtschaftlichen Konkurrenten zu vermeiden. Daher werden keine Werkzeichnungen oder Maßzeichnungen an den Kunden weitergegeben. Die verwendeten Zeichnungen werden abstrahiert (vereinfacht) - d.h. per Hand zu „Reparaturzeichnungen" umgewandelt. Eine frei wählbare „Einstelltiefe" der Information, so wie von VisDok vorgeschlagen, wurde als innovativ und wichtig empfunden.



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