Anforderungen an die Personaldaten

Um Personal zu simulieren sind neben den Daten für das logistische System Personaldaten erforderlich. Für die Abbildung flexibler Arbeitsstrukturen müssen die Personaldaten sehr detailliert sein. Mindestens notwendig ist die Erfassung der Qualifikation des Mitarbeiters für jede einzelne Tätigkeit.

Bei der Verwendung von personenbezogenen Daten muß das Datenschutzgesetz beachtet werden. Der Inhalt dieses Gesetzes kann hier nachgelesen werden. Es besagt, daß bei der Verwendung personenbezogener Daten in Simulationsmodellen diese sich nicht eindeutig einer realen Person zuordnen lassen dürfen, es sei denn, die Person hat dem ausdrücklich zugestimmt oder die Datenverwendung erfolgt im Rahmen der Zweckbestimmung des Arbeitsvertrages. Oftmals werden in der Simulation jedoch Plandaten ohne Personenbezug verwendet.

Wir bilden Mitarbeiter als Personaltypen ab, sodaß es mehrere Mitarbeiter eines Typs geben kann, was eine eindeutige Zuordnung erschwert. Das bedeutet, daß alle Attribute des Mitarbeitertyps für alle Mitarbeiter dieses Typs gleich sind, da sie dem Typ zugeordnet werden. Eine weitere gesetzliche Grundlage, die zu berücksichtigen ist, ist das Betriebsverfassungsgesetz. In Abhängigkeit vom Ziel der Simulation, der Größe des Betriebes und anderen Faktoren ist für die Datenerfassung bzw. die Simulationsstudie die Zustimmung des Betriebsrates einzuholen.

Die Menge an Personaldaten, die für die Simulation zu erheben ist, ergibt sich aus dem Ziel der Studie. Für eine Simulation von Personal sind mindestens

Neben diesen meßbaren Daten sind weitere Informationen erforderlich, wenn Personal detailliert in flexiblen Arbeitsstrukturen abgebildet werden soll. Diese Informationen zeichnen sich dadurch aus, daß sie sich nicht einfach messen lassen. Dazu zählen Regeln, nach denen das Personal bestimmte Entscheidungen trifft. Diese lassen sich sehr schwer erheben. Ein wichtiger Einflußfaktor auf die Arbeitsweise des Personals ist die Motivation. Sie läßt sich ebenfalls schwer erfassen und ist zudem noch persönlich begründet.

Daraus ergibt sich, daß man mit Daten verschiedener Qualität arbeitet. Einerseits liegen genaue bzw. relativ genaue Zeitdaten vor, die mit entsprechenden Verfahren erhoben worden sind, andererseits muß mit Schätzwerten oder Referenzdaten gearbeitet werden. Die Qualität wird außerdem beeinflußt durch die Vollständigkeit und Konsistenz der Daten, die Fehlerfreiheit und Plausibilität, die Aktualität, das Datenformat und bei statistischen Daten durch die Verteilungsfunktionen und deren Parameter. Bei der Auswertung sind die Dateneigenschaften dann zu berücksichtigen.

Für die Ermittlung der Daten gibt es verschiedene Quellen. So lassen sich Daten aus anderen DV-Systemen, wie beispielsweise PPS oder Leitstände, übernehmen. Gerade bei der Erfassung personenbezogener Daten spielen mündliche und schriftliche Befragungen unter Verwendung spezieller Datenerfassungsbögen eine wichtige Rolle. Simulationen, die Personal abbilden, sollten in der Lage sein, mit unscharfen und unvollständigen Daten zu arbeiten, da der Aufwand zur Datenerfassung enorm hoch ist.

In unserem Simulationsmodell arbeiten wir entweder mit den erhobenen Daten oder mit Referenzdaten. Für die Entscheidungsfindung gibt es einige vordefinierte Algorithmen, die verwendet werden, wenn keine fallspezifischen Methoden definiert werden können.

ISG <rita@isg.cs.uni-magdeburg.de>
Last modified: Thu Oct 15 13:53:45 1998 Ansprechpartner Projektpartner Projekttr ger vorherige Seite Seitenanfang nächste Seite Startseite