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Fakultät für Informatik

 

GefährdungsInformationen in PlanungsSysteme integrieren (GIPS)

Ansprechpartner

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter Lorenz
Dr.-Ing. Ina Ehrhardt
Universitätsplatz 2
39016 Magdeburg
Tel.: 0391 /671-8534 Fax: 0391 / 671 - 1164

Projektziele

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes durch die verstärkte Einbeziehung sicherheits-, gestaltungs- und belastungsrelevanter Elemente in Systeme und Prozesse der Arbeitsplanung. Durch eine systematische Einbeziehung auf unterschiedlichen Ebenen der Arbeitsplanung soll ein Beitrag zum integrierten Arbeits- und Gesundheitsschutz abgeleitet werden, der sowohl auf die Vermeidung von unmittelbarer Gefährdungen als auch durch die Einbeziehung von Elementen zur Belastung und Beanspruchung, auf die Einhaltung langfristiger Schutzziele abhebt.

Die Forschungsarbeiten streben an, planende, steuernde, ausführende und administrative Aufgaben zusammenzuführen und damit die Voraussetzung für integrierte Kooperationskonzepte zu verbessern. Dies soll beispielhaft in der Werkstattfertigung erprobt werden. Hierzu werden Instrumente, die zentral im Bereich der Arbeitsvorbereitung eingesetzt werden, auf ihre Anwendungsmöglichkeiten innerhalb dezentraler Organisationsformen hin überprüft und Möglichkeiten zur Erweiterung im Sinne ganzheitlicher Planungsinstrumente erarbeitet.

Damit kann gleichzeitig ein Beitrag zur Umsetzung der Arbeitsschutz-Rahmenrichtline 89/391/EWG geleistet werden. Danach besteht die Verpflichtung, "die für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer erforderlichen Maßnahmen zu treffen". Mit der Integration entsprechender Module lassen sich diese Forderung ebenso wie die geforderte "Evaluierung der am Arbeitsplatz bestehenden Gefahren" bereits in der Planungsphase eines Arbeitssystemes berücksichtigen.



Projekthypothesen

  • Mit einer angemessenen Instrumentunterstützung und entsprechenden Qualifizierungsmaßnahmen können dezentrale Strukturen in die Lage versetzt werden, ihre Arbeit unter wirtschaftlichen Aspekten wie unter dem Aspekt des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu analysieren und zu beurteilen, wobei Konsequenzen für vor- und nachgeschaltete Bereiche zu berücksichtigen sind.
  • Es ist mit einem vertretbaren Mehraufwand in der Arbeitsplanung möglich, den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb positiv zu beeinflussen.
  • Die Einbeziehung von Arbeits- und Gesundheitsschutz in die Arbeitsplanung fördert lang- und mittelfristig die Wirtschaftlichkeit und trägt zur Stabilität der sozialen Sicherung bei.
  • Eine erweiterte Arbeitsplanung bietet eine Chance zur Verringerung der Diskrepanz zwischen vorhandenen und tatsächlich berücksichtigten Erkenntnissen auf dem Gebiet des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
  • Die für die Arbeitsplanung vorhandenen Instrumente bieten bei entsprechender Modifikation die Möglichkeit der Einbeziehung relevanter Erkenntnisse des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.
  • Durch Rückkopplung der beobachteten Ist-Daten können Modifikationserfordernisse bzgl. der Eckdaten sichtbar gemacht werden.



Schritte vom Problem zur Lösung

  • Zur Überprüfung der Hypothesen werden in einer ersten Phase die Aufgaben und Tätigkeiten sowie die strukturellen Einbindungsformen der Arbeitsplanung in Klein- und Mittelbetrieben in die betriebliche Organisation erfaßt.
  • Um die Praktikabilität und Akzeptanz in Unternehmen sicherzustellen, wird eine enge Zusammenarbeit mit Klein- und Mittelbetrieben angestrebt, die einerseits Eckdaten zur Praktikabilitätsprüfung bereitstellen und andererseits das Verfahren nach Fertigstellung auf seine Anwendbarkeit hin überprüfen.
  • prototypische Realisierung eines rechnergestützten Systems
  • Bei der exemplarischen Einführung des Systems wird das Unternehmen begleitet, um einerseits die Wirkung und den Einsatz des Verfahrens zu überprüfen und andererseits bei auftretenden Problemen möglichst sofort entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, die den Einsatz des entwickelten Verfahrens optimieren.
  • Aus der Beispielanwendung werden übertragbare Handlungsleitlinien abgeleitet. Dies bezieht sich insbesondere auf die Schaffung notwendiger organisatorischer Rahmenbedingungen sowie die Systemeinführung. Ziel ist, den Betrieb in die Lage zu versetzen, für ihn relevante Informationen zur Ablaufgestaltung zu aktualisieren und den spezifischen Gegebenheiten anzupassen.



Projektpartner

Die Projektbearbeitung erfolgt in einem Team aus Sicherheitswissenschaftlern, Arbeitswissenschaftlern und Informatikern.
  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Institut für Simulation und Grafik
  • Technische Universität Dresden, Institut für Arbeitsingenieurwesen, Professur Sicherheitstechnik
  • Bergische Universität- Gesamthochschule Wuppertal, Fachbereich Sicherheitstechnik, Fachbezogene Arbeitsgruppe, Sicherheitstechnische Konstruktion
  • Gesellschaft für Systemforschung und Konzeptentwicklung mbH, Köln
  • Institut für Arbeitsmedizin, Sicherheitstechnik und Ergonomie e.V. Wuppertal





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