Wie es seit jeher Tradition an unserer Alma Mater ist, ist die Prüfung eines neuen Doktors eigentlich erst abgeschlossen, wenn er am Denkmal des großen Sohnes der Stadt Magdeburg allen unter Beweis gestellt hat, daß er auch in der Lage ist, dieses Amt zu bekleiden. Dazu wird der Kandidat nach altem Ritual eingekleidet und erhält die lange Robe, die Krause, die schwergoldene Kette und den eigens angefertigten Doktorhut als Zeichen seiner neuen Würden.

     

Sodann wird der Kandidat von der Wache auf das Faß gesetzt und durch die Straßen Magdeburgs zum Denkmal Otto von Guerickes gezogen. Dank modernster Kommunikationsmittel ist Andreas aber auch hier telephonisch erreichbar, und kann allzu neugierigen Freund(inn)en mitteilen, daß er jetzt gerade von einer Horde schreiender Wissenschaftler auf 'nem Faß durch die Gegend gezogen wird.

     

Nach dem Verlesen der Laudatio folgte die letzte Prüfung, bei der der Kandidat einen Krug mit einem ihm sehr wohl bekannten (oder auch in unangenehmer Erinnerung gebliebenem) Getränk :-) in einem Zuge zu leeren hat. Nur gut, daß Andreas so liebe Kollegen hat, die ihm nur eine Imitation des bewußten Getränkes zumuteten.

     

Aber schließlich war auch das geschafft und Herrn Andreas Raab wurde im Angesicht des großen Otto von Guerickes und unter den Augen des Magdeburger Publikums der Titel

Doctorus Animatii et Visualisatii Rerum Informaticum
und zuzüglich die erstaunliche Ehre eines
Pontifex Lingua Programmatii Squeakensis
verliehen.