Die Veranstaltung am Abend, die »eigentliche« Prüfung, begann mit dem Verlesen eines in letzter Minute aufgetauchten Gutachtens, das einige der wissenschaftlichen Methoden des Kandidaten in Frage stellt. Eine große Rolle spielten dabei die sozialen Auswirkungen der Dissertation sowie die praktische Relevanz der Ergebnisse. Insbesondere ältere Arbeiten, wie eine aus 1992 stammende Veröffentlichung über die Simulation des Pommes-Produktions-Prozesses, waren dem Gutachter doch suspekt und so mußten unter fachkundiger Aufsicht die praktischen Implikationen der Arbeit des Kandidaten nochmals verifiziert werden.

  

Nachdem die Fähigkeit des Kandidaten, sich auch praktisch in den von ihm behandelten Wissensgebieten zurechtzufinden, bestätigt wurde, kamen noch Zweifel an der wissenschaftlichen Ausdrucksweise auf. Hier mußten alle Doktoren des Institutes unter den strengen Augen bzw. Ohren ihres Doktorvaters in der typischen »Morgen-ist-Deadline«-Situation einen wissenschaftlichen Artikel formulieren. Natürlich stand das Publikum mit frenetischem Beifall hinter den Kandidaten

  

Als Vorgeschmack auf das weitere Leben von Andreas hatte Axel Foley aus Hollywood, California, eine Präsentation vorbereitet, in der alle Vorteile von »Banders Diss« auf typisch amerikanische Art vorgestellt wurden. Der Kandidat selber war von seinem Machwerk so überzeugt, daß er in die Präsentation gleich mit eingriff

  

Aber schließlich war auch das geschafft und Andreas kann sich mit Stolz Doktor nennen. Auch an dieser Stelle nochmals die herzlichsten Glückwünsche von all' den Kollegen und Studenten und Freunden, die dan Weg zum Doktortitel begleitet haben. Wir alle hoffen hier, daß Andreas bei seinen neuen Aufgaben fern von der Heimat im warmen Kalifornien genausoviel Spaß hat wie es hier der Fall war ... und daß er uns nicht vergißt.